Kohärente Förderung am Übergang Schule-Beruf
Auf der Basis seiner umfangreichen Erfahrungen in der pädagogischen Arbeit mit jungen Menschen sieht der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit die dringende Notwendigkeit, die Entwicklung einer kohärenten Förderung am Übergang Schule-Beruf insbesondere für sozial benachteiligte junge Menschen mit Unterstützungsbedarf zu forcieren. Er hat die Diskussion um die Weiterentwicklung des Fördersystems in den letzten Jahren aufmerksam verfolgt und sich entschieden, eigene Empfehlungen für eine verbesserte, kohärente Förderung in die öffentliche Debatte einzubringen.
Fachtagung und parlamentarisches Gespräch am 8. November 2011 in Berlin
Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit bringt nun eigene Empfehlungen für eine verbesserte, kohärente Förderung in die öffentliche Debatte ein. Sie sind Ergebnis eines einjährigen Diskussionsprozesses, an dem sich neben Fachleuten aus der Jugendsozialarbeit weitere Experten/-innen aus Praxis und Wissenschaft beteiligt haben. Diese Empfehlungen orientieren sich an den Bedarfen und Lebensläufen der jungen Menschen und richten ein besonderes Augenmerk auf sozial benachteiligte Jugendliche mit erhöhtem Förderbedarf.
Am 8. November 2011 stellte der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit seine Empfehlungen zur Diskussion in Berlin den Vertretern/-innen aus Politik, Wirtschaft und Fachöffentlichkeit vor.
Die Ergebnisse unterstreichen, dass
- Übergänge im Jugendalter für alle Jugendlichen kritische Lebensphasen darstellen, in denen sie mehr oder weniger intensiver Unterstützung bedürfen, die Übergangsgestaltung in den Beruf somit eine Daueraufgabe für alle Jugendlichen ist und sozial benachteiligte Jugendliche häufig verstärkte Begleitung benötigen.
- die Übergangsgestaltung in ein Regelsystem integriert sein muss und kein Sondersystem für sozial benachteiligte Jugendliche herausbilden darf.
Ein Kohärentes Fördersystem erfordert
- eine Verschlankung der Förderung auf wenige, transparente und zuverlässige Instrumente.
- die Bereitstellung von Förderstrukturen (anstelle befristeter Einzelmaßnahmen), die flexibel und am Bedarf orientiert Angebote realisieren.
- eine finanziell und gesetzlich abgesicherte institutionaliserte Steuerung auf kommunaler bzw. regionaler Ebene.
- verbindliche Rahmenbedingungen - länderübergreifend auf Bundesebene festgelegt und lokal angepasst.
Die vorliegende Expertise konzentriert sich auf die Gruppe der sozial benachteiligten Jugendlichen in den Rechtskreisen des SGB II, III und VIII. Der Kooperationsverbund sieht darüber hinaus die Herausforderung, für alle jungen Menschen - wie etwa für Jugendliche mit Behinderungen oder mit ungesichertem Aufenthaltsstatus - eine verbesserte Förderung sowie einen Zugang zur Ausbildung zu verwirklichen und auch bestehende strukturelle oder rechtliche Hemmnisse abzubauen.
In der Diskussionrunde am Abend stellten auch BMFSFJ und BMAS ihre aktuellen Aktivitäten zur verstärkten Förderung am Übergang Schule-Beruf vor. Marlene Rupprecht (MdB, SPD) betonte die Notwendigkeit, die Politik verstärkt in die Pflicht zu nehmen. Die angemessene Förderung von Kindern und Jugendlichen müsse gemeinsames Ziel in Bund, Ländern und Kommunen sein - sie müsse systematisch strukturell verankert werden.
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Beiträge zur Jugendsozialarbeit
"Kriterien und Empfehlungen zur Entwicklung eines Kohärenten Fördersystems für junge Menschen am Übergang in den Beruf"
Beiträge zur Jugendsozialarbeit (2kB)
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Bilder von der Fachtagung und dem parlamentarischen Gespräch
Material zur Veranstaltung am 8.11.2011
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"Förderung am Übergang Schule-Beruf - die Perspektive junger Menschen"
Vortrag von Andreas Krewerth (Bundesinstitut für Berufsbildung)
Vortrag Krewerth 08.11.2011 (2kB) -
"Kriterien und Empfehlungen zur Entwicklung eines Kohärenten Fördersystems für junge Menschen am Übergang in den Beruf"
Vortrag von Ulrike Hestermann (Internationaler Bund)
Vortrag Hestermann 08.11.2011 (629kB) -
Ergebnisse der Arbeitsgruppen
Ergebnisse Arbeitsgruppen 08.11.2011 (693kB) -
Prsäentation der Ergebnisse am Abend
Präsentation Ergebnisse Abend 08.11.2011 (770kB)
Weitere Informationen
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"Fachkräfte & kommunale Koordinierung: Berufseinstiege lokal gut gestalten"
Kieler Erklärung der "Arbeitsgemeinschaft Weinheimer Initiative" anlässlich ihres Jahresforums in Kiel am 1./2. Februar 2012
Kieler Erklärung (41kB) -
Bericht der ressortübergreifenden Arbeitsgruppe zur besseren Abstimmung der verschiedenen Programme und Förderinstrumente für junge Menschen (Ressort-AG Übergang Schule - Beruf) vom 21. Dezember 2011
Bericht der ressortübergreifenden Arbeitsgruppe zur besseren Abstimmung der verschiedenen Programme und Förderinstrumente für junge Menschen (183kB)


























